Der Amiga Katalog
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Peter Günther (2025)
Die einzige Schallplattenfirma der DDR wurde ursprünglich von Ernst Busch
im Jahr 1947 gegründet und 1955 mit dem Namen VEB Deutsche Schallplatte
versehen.
Je nach Themenbereich existierten einzelne, im Folgenden aufgeführte Rubriken,
in denen unterschiedliche Festpreise für den Verkauf der Tonträger festgelegt wurden:
Nova 10,10 M // Eterna 12,10 M // Litera 12,10 M // Amiga 16,10 M // Singles
4,60 M // EP Quartett Singles 8,10 M. Parallel zur Schallplatte waren später auch
Musik Cassetten im Angebot.
Die erfolgreichsten, meist verkauften Produktionen waren “Weihnachten in Familie“
von Frank Schöbel und Aurora Lacasa, die LP „Rock´n´Roll Music“ der Puhdys und
“Der blaue Planet“ von Karat.
Schaut man sich die in den Jahrzehnten veröffentlichten Produktionen an, kann man
erkennen, dass die musikalische Palette sehr weit gefächert war: Liedermacher,
Schlager, volkstümliche Musik, Pop, Jazz und Rock können in allen Varianten
entdeckt werden.
Nach der Vereinnahmung der DDR durch die BRD im Jahre 1990 kam es durch die
Treuhand zum Verkauf des Betriebes.
Dieser Prozess ist in dem Buch „Rock im Osten“ von Tom Koltermann (2025) sehr
präzise dargestellt, basiert auf bisher unbekannten Fakten und belegt, dass auch
hier wie in allen Bereichen der ehemaligen DDR die kapitalistische Übernahme
des VEB Deutsche Schallplatte nicht verhindert werden konnte.
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