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13. + 14.06.2008 Merseburg / Halle - IC Falkenberg Bericht + Fotos: Kerstin Mohn
IC gastierte am 13. Juni 2008 gemeinsam mit Veronika Fischer und Dirk Zöllner beim Sachsen-Anhalt-Tag in Merseburg auf der Kirchenbühne. Am nächsten Tag hatte er einen Auftritt in unserer gemeinsamen Heimatstadt Halle. Also stand fest, das muss ich mitnehmen. Freitag nach der Arbeit ins Auto und los. Kurzer Zwischenstop bei der Familie in Halle und dann auf nach Merseburg. „Sachsenanhalttag“ - da ist im wahrsten Sinn der Teufel los. Aber ich fand rechtzeitig einen Parkplatz mit Zubringerbus, den Veranstaltungsort und die Bühne, überstand zwischendurch noch einen Regenguss und konnte beim Sonnenschein während des Konzertes allmählich wieder trocknen. Und die „Sonne“ strahlte zweifach: in unserem Rücken vom Himmel und vor uns von der Bühne herunter. Er ist und bleibt für seine Fans die „Sonne“. Leider bekam IC nur eine knappe Stunde Zeit zum Spielen eingeräumt. Das stimmte mich wehmütig, da ich in letzter Zeit andere Konzerte gewöhnt bin. Aber was er spielte, war wie immer allererste Sahne. Meine Kamerabilder zeigten mir dann zum Trost, mit welcher inneren Begeisterung er wieder gute Laune verbreitete. Nicht nur die gut informierten Insider kamen zu dieser Veranstaltung. Sehr viele Leute blieben spontan stehen und äußerten ihr Wohlgefallen an dieser Musik. IC´s Titelauswahl ist immer wieder herzerfrischend spontan und scheinbar improvisiert, aber natürlich genial durchdacht. Er singt sich „Von mir zu dir“, „So nah (ans nächste) Meer“ (Inzwischen ist der Titel für mich fast ein Ohrwurm. Ein wirklich tolles, neues Lied.), fragt, „was er anfangen soll“, beklagt die „Hunde der Rebellen“. Auch „Kalt“ ist ihm und er will „nicht liegen“ gelassen werden, doch dann „ist er frei“. Sein „Herz“ schlägt nicht nur „eine Nacht“. Und mit dem „Mann im Mond“ gibt er schließlich auch noch einen seiner allseits bekannten Hits als Zugabe. Eine Stunde IC und die Fahrt hatte sich gelohnt. Zur Belohnung gab es dann auch noch zwei Stunden Veronika Fischer. Dabei hatte ich das Gefühl stellenweise halbplayback zu hören. Irrte ich mich da? Natürlich konnte auch Vroni aus ihrem großen vierzigjährigen Repertoire schöpfen und sang alles, was der Fan hören wollte. Der anschließende Umbau für „Die sieben Todsünden“ von Dirk Zöllner zog sich schließlich über eine Stunde hin und konnte auch mit Dirks improvisierter Gesangseinlage viele Zuschauer nicht am Gehen hindern. Schließlich passierte rundherum noch vieles mehr. Auch ich war inzwischen, es war nach 23 Uhr und empfindlich kalt geworden, fast steif gefroren und verließ den Platz des Geschehens in Richtung Stadtrand zum Parkplatz. Schade, denn Zöllner ist ein ebenfalls begnadeter Künstler, was uns der Konzertbesuch im Bergwerk in Sondershausen bereits bewiesen hat. Sicher hat er die verbleibenden Zuschauer begeistert, davon bin ich überzeugt. Und live ist eben immer wieder auch live mit Technikproblemen zu kämpfen.   Der nächste Tag begann mit besserem Wetter und der Aussicht auf ein tolles Konzerterlebnis am Nachmittag. Der MDR war vor Ort und zeichnete den Wettbewerb „Wird Halle Sängerstadt? – Halle singt“ auf. Natürlich gabs auch hier den obligatorischen Regenguss. Pünktlich um 16 Uhr begann Halle zu singen. Ein sehr schönes buntes Programm. Mein Interesse galt natürlich dem Beitrag des Althallensers Ralf Schmidt. Nur ein Titel: „Dein Herz“ für die Wertung und volle Punktzahl abgeräumt. Sagenhaft, wie er das Lied diesmal interpretiert hat und der Chor dazu, war schon Klasse. Und offensichtlich war ja nicht viel Zeit zum Einstudieren, Perfektionist, ich sags ja immer wieder. Überrascht war ich über das musikalisch breite Spektrum dieser Veranstaltung von Händels Largo, dem „Halleluja“, über den „Gefangenenchor“ aus „Nabucco“ bis hin zu Helene Fischer, Eva-Maria Pickert, Marshall und Alexander und und und. Fazit: Zwei sehr schöne Konzerterlebnisse und wieder ein paar neue Termine. Das lass ich mir gefallen.
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